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Goch
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Goch ist eine mittlere kreisangehĂśrige Stadt des Kreises Kleve im Regierungsbezirk DĂźsseldorf. Sie liegt am unteren linken Niederrhein im Nordwesten des Landes Nordrhein-Westfalen und ist Mitglied der Euregio Rhein-Waal.
Contents
⢠Geographie
⢠Stadtgebiet
⢠Nachbargemeinden
⢠Geschichte
⢠Gebietsreform
⢠Politik
⢠Stadtrat
⢠Bßrgermeister
⢠Schulden
⢠Museen
⢠Kultur
⢠Sport
⢠Industrie
⢠Verkehr
⢠Telefonvorwahlen
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Geographie
Stadtgebiet
Die Stadt Goch hat eine Gesamtfläche von 115 km2 und liegt ca. 17 m ß. NN auf etwa 6 Grad 10 Minuten Üstlicher Länge und 51 Grad 41 Minutem nÜrdlicher Breite.
Durch die Stadt flieĂt die Niers, die im niederländischen Gennep in die Maas mĂźndet. Goch ist Mitglied im Niersverband.
Goch zählt rund 35.374 Einwohner (30. Juni 2016), die sich wie folgt auf die acht Ortsteile verteilen:
⢠Goch (Kernstadt) (20.543 Einwohner)
⢠Asperden (2.340 Einwohner)
⢠Hassum (1.142 Einwohner)
⢠Hommersum (502 Einwohner)
⢠Hßlm (715 Einwohner)
⢠Kessel (2.134 Einwohner)
⢠Nierswalde (1.039 Einwohner)
⢠Pfalzdorf (6.959 Einwohner).
Nachbargemeinden
Die Stadt Goch grenzt im Norden an die Stadt Kleve und die Gemeinden Kranenburg und Bedburg-Hau, im Osten an die Gemeinde Uedem, im SĂźden an die Gemeinde Weeze sowie im Westen an die Gemeinden Bergen und Gennep (beide Provinz Limburg, Niederlande).
Geschichte
Das frĂźheste Schriftzeugnis ist aus der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts und lautet âGohheâ. Man stellt den Namen meist zu mittelniederdeutsch oog (âAueâ) mit einem Kollektivpräfix ge-. Das Ausgangswort dĂźrfte *goog(e) (âAuenlandschaftâ) gewesen sein.cite-ref-2[2]
Das älteste Dokument, in dem Goch als Stadt bezeichnet wird, trägt das Datum 1261. Das genaue Jahr der Verleihung der Stadtrechte lässt sich nicht mehr ermitteln; wahrscheinlich fällt die Verleihung in die Regierungszeit von Otto II. (Geldern) (1229â1271). Der erste Stadtbefestigungsring wurde 1350 vollendet.
Goch gehĂśrte zunächst zum Herrschaftsbereich der Grafen, später der HerzĂśge, von Geldern. Es fiel 1473 an das Herzogtum Kleve und 1614 mit dem Vertrag von Xanten an Brandenburg/PreuĂen. In den folgenden 200 Jahren wechselte die Herrschaft Ăźber Goch mehrmals: 1615 wurde die Stadt von Niederländern erobert. Von 1622 bis 1625 herrschten die Spanier in Goch. Von 1757 bis 1763 erfolgte eine Besetzung durch franzĂśsische Truppen. Von 1795 bis 1815 gehĂśrte Goch zu Frankreich (siehe Franzosenzeit). Während dieser Zeit bildete Goch eine Mairie nach franzĂśsischem Vorbild und war Sitz des Kantons Goch im Arrondissement Kleve des Rur-Departements.cite-ref-3[3] 1815 kam Goch wieder zu PreuĂen. Aus der Mairie Goch der Franzosenzeit wurde die preuĂische BĂźrgermeisterei Goch im neuen Kreis Kleve.cite-ref-viebahn97-4-0[4]
1741 siedelten sich Pfälzer, die eigentlich nach Amerika auswandern wollten, in der Gocher Heide an. Aus dieser Ansiedlung entwickelte sich das Dorf Pfalzdorf, das 1799 als Gemeinde selbstständig wurde. So entstand eine pfälzische Sprachinsel.
1847 organisierte man erstmals den Gocher Flachsmarkt. Flachsmärkte waren im frĂźhen 19. Jahrhundert am Niederrhein sehr verbreitet. Flachs ist eine Kulturpflanze, die seinerzeit zur Fasergewinnung angebaut wurde. Der Gocher Flachsmarkt findet noch heute zweimal im Jahr statt; auf ihm werden hauptsächlich Kurzwaren vertrieben. Der Bau der Eisenbahnstrecken KĂśln â Kleve (Linksniederrheinische Strecke) und Boxtel â Wesel (Boxteler Bahn), an deren Schnittpunkt Goch lag, begĂźnstigte einige neue Industrieansiedlungen und einen wirtschaftlichen Aufschwung in Goch. Eine bedeutende Industrieansiedlung war die Holländische Margarine-Werke Jurgens & Prinzen GmbH. Sie beschäftigte im Jahre 1928 Ăźber 3000 Menschen in Goch.
1905 wurde der Städtische Friedhof als evangelischer Friedhof angelegt, 1912 dann ein katholischer Friedhof.cite-ref-5[5]
Mit der Machtergreifung setzte auch in Goch die nationalsozialistische Diktatur ein. Sofort wurden politische Gegner verfolgt. AngehĂśrige oder UnterstĂźtzer sozialistischer und kommunistischer Parteien wurden verhaftet, teilweise kĂśrperlich misshandelt, aus ihren Berufen entlassen und der WillkĂźr der SS in den Konzentrationslagern ausgeliefert. Besonders schlimm traf es Menschen jĂźdischen Glaubens: In Goch lebten zwischen 1933 und 1945 ca. 90 Deutsche jĂźdischen Glaubens, an die auf diese Art und Weise erinnert werden soll. Nach 1933 wurden sie entrechtet und ausgegrenzt, man boykottierte und zerstĂśrte ihre Geschäfte, bedrohte und vertrieb sie. Ăber die Hälfte der jĂźdischen BevĂślkerung Gochs wurde in Konzentrationslagern getĂśtet. Viele von ihnen waren Kinder.cite-ref-6[6] In der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurde die Synagoge in Goch in der HerzogenstraĂe von SA und SS zerstĂśrt und niedergebrannt.
In der Nacht vom 7. auf den 8. Februar 1945 und einige Tage später, am 12. Februar 1945, wurde Goch von westalliierten Flugzeugen bombardiert. Im Zuge der Schlacht im Reichswald, die vom 7. bis zum 22. Februar 1945 im Klever Raum stattfand, kam es in Goch am 18. und am 19. Februar zu teils schweren Gefechten mit Häuserkämpfen und Artillerieeinsatz.cite-ref-7[7] Die ZerstĂśrungen durch die Bombenangriffe und durch den Kampf um die Stadt werden mit ca. 80 % der Bebauung beziffert. Die FĂźhrung der alliierten Streitkräfte hatte angenommen, dass Bunkeranlagen rund um Goch eine Verlängerung des Westwalles (Geldernstellung) darstellten, was als einer der GrĂźnde fĂźr die massiven Bombardements gilt. Ziel der auf die Bombardements folgenden britisch gefĂźhrten Bodenoffensive war es, bei Wesel den Rhein zu Ăźberqueren und in das Ruhrgebiet vorzustoĂen.
Die schweren Kriegsschäden zum Ende des Zweiten Weltkrieges fßhrten in den Nachkriegsjahren zu einem wirtschaftlichen Niedergang der Stadt. Die Margarineproduktion wurde nicht mehr aufgenommen. Goch hatte in den Jahren 1950/51 mit 25 % die hÜchste Arbeitslosenquote von Nordrhein-Westfalen.cite-ref-8[8]
In der Nacht zum 24. Mai 1993 stĂźrzte der 67 Meter hohe Kirchturm der Sankt-Maria-Magdalena-Kirche in sich zusammen. Sein Wiederaufbau dauerte zehn Jahre. In weiten Kreisen der Ăffentlichkeit wird vermutet, dass der Einsturz eine Folge von Strukturschäden war, die durch die Bombenangriffe im Jahr 1945 entstanden waren.
Am 18. Mai 2005 wurde Goch durch den Bischof von Mßnster, Reinhard Lettmann, zum Wallfahrtsort erklärt. Zahlreiche Pilger besuchen seit der Heiligsprechung von Pater Arnold Janssen dessen Taufkirche St. Maria Magdalena, dessen Geburtshaus und die in den 1970er Jahren neu gegrßndete Arnold-Janssen-Pfarrei.
Im Verlauf des Jahres 2008 wurden der Ring und der Bahnhof erweitert.
Am 8. September 2011 war Goch Epizentrum eines Erdbebens der Stärke 4,4 der Richterskala, das im Umkreis von rund 200 km wahrgenommen wurde.cite-ref-9[9]
Gebietsreform
Goch entstand in der heutigen Form am 1. Juli 1969 beim ersten kommunalen Neugliederungsprogramm in Nordrhein-Westfalen. Die Stadt Goch, die Gemeinde Pfalzdorf sowie die Gemeinden Asperden, Hassum, Hommersum, HĂźlm, Kessel und Nierswalde des Amtes Asperden wurden zur neuen Stadt Goch zusammengeschlossen.cite-ref-10[10]
Am 1. Januar 1975 wurde im Zuge des zweiten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen der Altkreis Kleve mit dem ehemaligen Kreis Geldern und Teilgebieten der Kreise Moers und Rees zum neuen niederrheinischen Kreis Kleve zusammengefĂźgt.
Einwohnerentwicklung
Die Einwohnerzahl entwickelte sich von ca. 4.000 im Jahr 1850 auf etwa 13.600 im Jahr 1933. Die folgenden Angaben beziehen sich auf das heutige Gebiet der Stadt Goch.cite-ref-11[11]
Politik
Kommunalwahl 2025
(in %)
%
40
30
20
10
0
38,0
10,4
25,2
2,4
6,9
13,4
3,7
CDU
SPD
BFG
FDP
GrĂźne
AfD
Linke
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2020
%p
10
8
6
4
2
0
â2
â4
â6
â8
+2,6
â0,3
â3,7
â2,4
â6,8
+9,2
+3,7
CDU
SPD
BFG
FDP
GrĂźne
AfD
Linke
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Altes Ergebnis nicht 100%
Stadtrat
Seit der letzten Kommunalwahl am 14. September 2025 sind im Stadtrat CDU (38,0 %, 16 Sitze), BĂźrgerForum Goch (BFG) (25,2 %, 10 Sitze), GrĂźne (6,9 %, 3 Sitze), SPD (10,4 %, 4 Sitze), FDP (2,4 %, 1 Sitz), AfD (13,4 %, 5 Sitze) und Die Linke (3,7 %, 1 Sitz) vertreten. Die Wahlbeteiligung betrug 49,8 %.cite-ref-12[12]
BĂźrgermeister
Bei den Kommunalwahlen am 14. September 2025 wurde Stephan Luyven (CDU) in der Stichwahl zum Bßrgermeister gewählt.cite-ref-13[13] Zuvor war Ulrich Knickrehm von 2015 bis 2025 Bßrgermeister.
Wappen, Siegel, Banner und Logo
Der Stadt Goch wurde zuletzt am 10. Dezember 1970 ein Wappen, ein Siegel und eine Flagge (Banner) verliehen.
Wappen
Blasonierung: âErniedrigt geteilt von Blau und Gold, oben ein wachsender, rot gekrĂśnter und rot bewehrter, zwiegeschwänzter goldener LĂśwe, unten eine fĂźnfblättrige rote Geldernsche Rose (MispelblĂźte) mit goldenem Butzen und goldenen Kelchblättern.â
Wappenbeschreibung: Der zwiegeschwänzte goldene LĂśwe ist der Geldernsche LĂśwe, die fĂźnfblättrige rote MispelblĂźte die Geldernsche Rose, die beide auf die ZugehĂśrigkeit der Stadt Goch zum ehemaligen Herzogtum Geldern hinweisen. Das Wappen entstammt dem älteren Stadtsiegel, das das Stadtwappen als Siegelbild in einem in den Fugen mit stumpfen Spitzen versehenen Spitz-Dreipass (AusschmĂźckung aus drei nach auĂen gerundeten BĂśgen um das innere Siegelbild) in der nachstehenden Tingierung enthält: âErniedrigt geteilt von Schwarz und Silber, oben ein wachsender, zwiegeschwänzter silberner LĂśwe, unten eine fĂźnfblättrige silberne MispelblĂźte (Geldernsche Rose).â
Siegel
Die Umschrift des Siegels lautet: âStadt Gochâ. Das Siegelbild enthält auf einem in den Fugen mit stumpfen Spitzen versehenen Dreipass das Stadtwappen in folgender Tingierung: âIn von Schwarz und WeiĂ erniedrigt geteiltem Schilde oben ein wachsender, zwiegeschwänzter weiĂer LĂśwe, unten eine fĂźnfblättrige weiĂe MispelblĂźte.â
Banner
Die Flagge (Banner) ist im Verhältnis 1 : 1 längsgestreift und trägt die Farben blau-gelb. Das weiĂe Bannerhaupt zeigt das Wappen.cite-ref-14[14]
Städtepartnerschaften
⢠Niederlande Veghel (Niederlande)
⢠Vereinigtes Konigreich Andover (Vereinigtes KÜnigreich)
⢠Frankreich Redon (Frankreich)
⢠Polen Nowy TomyĹl (Polen)
Schulden
FĂźr das Jahr 2019 gab das Statistische Landesamt fĂźr die Stadt Goch eine Verschuldung-pro-Kopf in HĂśhe von 2967 Euro (insgesamt 101 032 208 âŹ) und damit die hĂśchsten Schulden im Kreis Kleve an. Das entspricht einer Steigerung von 28,4 % im Vergleich zum Jahr 2009.cite-ref-16[16]
Kultur und SehenswĂźrdigkeiten
Museen
Kultur
⢠Kultur- und Kongresszentrum Kastell
⢠Kultourbßhne Goch
⢠Historisches Kino 'Goli Theater'
⢠Kindermusical-Workshop âRitter Rostâ
⢠Klostergut Graefenthal (Ehemalige Zisterzienserinnenabtei)
⢠Stadtarchiv
SehenswĂźrdigkeiten
â
Hauptartikel
:
Liste der Baudenkmäler in Goch
⢠Liebfrauenkirche
⢠Haus zu den fßnf Ringen (16. Jh.)
⢠Pfarrkirche Maria-Magdalena (14.â16. Jh., Kirchturm 24. Mai 1993 eingestĂźrzt, 2003 modern wiederaufgebaut)
⢠Steintor (14. Jh.)
⢠Susmßhle (18. Jh.)
⢠Haus des Klosters St. Johannes (ehemals Stadtbßcherei)
⢠Arme Männerhaus (16. Jh.)
⢠Arme Frauenhaus (16. Jh.)
⢠Langenberghaus
⢠Geburtshaus des heiligen Arnold Janssen
⢠Viller Mßhle
⢠Collegium Augustinianum Gaesdonck mit der spätgotischen Stiftskirche
⢠Rathaus: âGocher Serieâ des DĂźsseldorfer KĂźnstlers Horst Wackerbarth
Freizeiteinrichtungen
⢠Die Viller MĂźhle ist eine stillgelegte denkmalgeschĂźtzte Ăl- und GetreidemĂźhle. Sie wird als Museum und Veranstaltungsort genutzt.
⢠Eine Handvoll gastronomischer Betriebe lädt zur Spargelsaison ins Spargeldorf Kessel ein.
Sport
⢠In dem Freizeitbad âGochNessâ (Kessel) gibt es einen Naturbadesee mit Sandstrand und im Innern ein Wettkampf- und Erlebnisbecken, sowie eine groĂe Saunaanlage.
⢠Sonstige Sportliche Aktivitäten: 43 Sportvereine, 17 Sportplätze (davon vier Schulsportanlagen), Sporthalle am Städt. Gymnasium in Goch, vier Gymnastikhallen, drei Tennishallen, drei Tennisanlagen, zwei Reithallen mit Reitplätzen, drei Reitgelände, ein Flugsportgelände, zwei Trimm-Strecken, Fun-und-Action-Park mit Inline-Skate-Park, Miniaturgolfanlage, SchieĂsportanlagen, Paddelboot- und Fahrradverleih.
Wirtschaft und Infrastruktur
Industrie
Im Ort ist das Sportartikelunternehmen Derbystar ansässig. Das tĂźrkische Unternehmen Tirsan produziert in Goch Fahrzeuge der Anhängermarke Kässbohrer. Im Jahre 1959 erweiterte die Firma Nähr-Engel GmbH, deren pharmazeutische Abteilung in MĂźnchen etwa das aus Weizenkeimen hergestellte Vitaminpräparat gegen PotenzstĂśrungen, insbesondere zur Behandlung der âHeimkehrer-Impotenzâ, angeboten hatte,cite-ref-17[17] ihr Sortiment um Kartoffeltrockenprodukte durch ein Werk in Goch. Seit Ende 2012 produziert Siemens Mobility in der ehemaligen Tirsan-Halle vorgefertigte Seitenwände, Dächer und Teile fĂźr die Untergestelle sämtlicher Nahverkehrsfahrzeuge des Konzerns fĂźr dessen Schienenfahrzeugwerk in Krefeld-Uerdingen.cite-ref-18[18] Ebenfalls im Fahrzeugbau tätig ist die 1962 gegrĂźndete Gocher Fahrzeugbau GmbH (Gofa), die inzwischen zum amerikanischen Unternehmen Chart Industries gehĂśrt.cite-ref-19[19]
Verkehr
ĂPNV
FĂźr den gesamten Ăśffentlichen Personennahverkehr (ĂPNV) gilt der regionale Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) und der NRW-Tarif.
Zugverkehr
Der Bahnhof Goch liegt an der linksniederrheinischen Strecke, auf der täglich im Stundentakt und zusätzlich halbstĂźndlich von Montag bis Freitag der RE 10 âNiers-Expressâ von Kleve Ăźber Krefeld nach DĂźsseldorf verkehrt. DurchgefĂźhrt wird der Schienenpersonennahverkehr von der NordWestBahn (NWB), welche Dieseltriebwagen vom Typ LINT 41 in Einzel- bis Dreifachtraktion einsetzt.
| Linie | Verlauf | Takt |
|---|---|---|
| RE 10 | Niers-Express : Kleve â Bedburg-Hau â Goch â Weeze â Kevelaer â Geldern â Nieukerk â Aldekerk â Kempen (Niederrhein) â Krefeld Hbf â Krefeld-Oppum â Meerbusch-Osterath â DĂźsseldorf-Bilk â DĂźsseldorf Hbf Stand: Fahrplanwechsel Dezember 2023 | 30 min (werktags) 60 min (Wochenenden/Feiertage) |
Das heutige Empfangsgebäude wurde 1957 nach den EntwĂźrfen des Architekten Toni Hermanns errichtet. Es besteht aus einer groĂzĂźgigen Empfangshalle mit einer hohen Fensterfront auf der Stadtseite, eingerahmt von eingeschossigen Anbauten mit Diensträumen, einer Bahnhofsgaststätte und der zugehĂśrigen Pächterwohnung. Als typischer Bau der Nachkriegsmoderne war der Bahnhof 1966 das Vorbild fĂźr den Modelleisenbahnbausatz âBahnhof Neustadtâ von Faller. 2016 wurde der Modellklassiker neu aufgelegt.cite-ref-20[20]
Busverkehr
Im ĂPNV verkehren eine Reihe von Buslinien, die die Region und das Stadtgebiet erschlieĂen. Betreiber der Buslinien waren bis Juli 2021 die Stadtwerke Goch. Die Firma Look Busreisen, ein privates Unternehmen der Niederrheinischen Verkehrsbetriebe AG (NIAG), betreut heute den Busverkehr im ĂPNV.
StraĂen
Im FernstraĂenbereich ist Goch an die Bundesautobahn 57 (E 31) Ăźber die BundesstraĂe 9 angebunden.
Flugverkehr
Deutsches Rotes Kreuz
Der DRK-Ortsverein Goch e. V. innerhalb des Deutschen Roten Kreuzes wurde ursprßnglich 1899 von dem Gocher Arzt Eugen FÜrster als Freiwillige Sanitätskolonne gegrßndet. Die Mitglieder leisten heute innerhalb der DRK-Bereitschaft ehrenamtliche Arbeit u. a. bei Blutspendeaktionen, Sanitätsdiensten, Katastrophenschutz und bei sämtlichen Veranstaltungen in Goch und Umgebung. Kindern und Jugendlichen ab 6 Jahren wird sowohl die MÜglichkeit angeboten, im Jugendrotkreuz tätig zu werden als auch an der jährlichen Ferienfreizeit im Sauerland teilzunehmen.
Telefonvorwahlen
PersĂśnlichkeiten
⢠Otto III. (980â1002), rĂśmisch-deutscher KĂśnig und Kaiser
⢠Dietrich Vaelbier (gen. von Goch) (vor 1300â1366), markgräflicher Leibarzt, Professor der Medizin, Dechant des MeiĂner Domkapitels
⢠Johann Pupper (1410â1475), Theologe und Vorreformator
⢠Aleidis Raiscop (1449â1507), humanistische Schriftstellerin
⢠Martin Schenk von Nideggen (1540â1589), Graf von Afferden und Blijenbeek, Kriegsobrist
⢠Heinrich Turck (1607â1669), jesuitischer Historiker
⢠Gisbert Matthias Elsner (1698â1775), reformierter Theologe, Hochschullehrer und -rektor
⢠Martin Wilhelm Fonck (1752â1830), Generalvikar des Bistums Aachen
⢠Friedrich Wilhelm Curtius (1782â1862), Unternehmer der Chemieindustrie
⢠Rudolph von Monschaw (1826â1911), deutscher Offizier, Landwirt und Abgeordneter, EhrenbĂźrger von Goch
⢠Pater Arnold Janssen (1837â1909), GrĂźnder des weltweit aktiven Steyler Missionswerkes
⢠Julius Heveling (1842â1909), rĂśmisch-katholischer Pfarrer von Pfalzdorf und Mitglied des PreuĂischen Abgeordnetenhauses
⢠Ferdinand Langenberg (1849â1931), Kunstschnitzer und Bildhauer
⢠Martine Wittop Koning (1870â1963), Kochbuchautorin und Lehrerin an der Amsterdamer Hauswirtschaftsschule
⢠Carl Mosterts (1874â1926), Nestor der katholischen Jugendseelsorge und Jugendverbandsarbeit in Deutschland
⢠Johannes van Acken (1879â1937), katholischer Geistlicher und Caritasfunktionär
⢠Josef Edmund JanĂen (1881â1966), rĂśmisch-katholischer Pfarrer und Prälat, EhrenbĂźrger der Stadt Wesel
⢠Heinrich Hamm (1889â1968), Bildhauer
⢠Aenne Biermann (1898â1933), Fotografin
⢠Curt Peters (1905â1943), Theologe und Orientalist
⢠Hubert Houben (1898â1956), Leichtathlet
⢠Benignus Franken (1902â1943), Missionar und Märtyrer
⢠Gerd Horseling (1903â1992), Reichstagsabgeordneter der KPD
⢠Irmfried Benesch (1912â1987), Schriftsteller (Pseudonym Fridolin Aichner)
⢠Rudolf Schlidt (1914â2012), Raumfahrtpionier
⢠Heinz Kotthaus (1917â1972), CDU-Politiker
⢠Heinz Martin Werhahn (1921â2000), Paläograf, Historiker und Bibliothekar
⢠Maria Croonen (1925â2021), Opernsängerin
⢠Franz MĂśnks (1932â2020), deutsch-niederländischer Psychologe und emeritierter Professor
⢠Rudolf Schoofs (1932â2009), KĂźnstler
⢠Friedrich Tomberg (1932â2022), deutscher Philosoph und Agent fĂźr das Ministerium fĂźr Staatssicherheit
⢠Arnold Angenendt (1934â2021), Theologe und Kirchenhistoriker
⢠K. A. JanĂen (* 1937), KĂźnstler
⢠Manfred Streit (1939â2017), Ăkonom
⢠JiĹi Keuthen (1951â2007), KĂźnstler
⢠Heinz Eickmans (* 1953), Niederlandist und Germanist
⢠Edgar Geenen (1954â2007), FuĂballfunktionär
⢠Josefa Idem (* 1964), ehemalige Kanutin und italienische Ministerin
⢠Jens Loors (* 1967), Polizeibeamter und Hauptdarsteller in der Krimiserie K11
⢠Carola Reimann (* 1967), SPD-Politikerin, niedersächsische Ministerin, Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbands
⢠Rita Kersting (* 1969), Kunsthistorikerin und Kuratorin
⢠Andreas Daams (* 1971), Schriftsteller und Komponist
⢠Tobias Specker (* 1971), Jesuit und Theologe
⢠Guido Winkmann (* 1973), FuĂball-Bundesligaschiedsrichter
⢠Jens Ernesti (* 1977), Sänger
⢠Stefan Rouenhoff (* 1978), CDU-Politiker, Mitglied des Bundestages, Staatssekretär
⢠Dennis Brammen (* 1988), deutscher YouTuber vom Kanal PietSmiet
⢠Luisa Wensing (* 1993), FuĂballspielerin
⢠Yorick Hofkens (* 2007), Dartspieler
Literatur
⢠Martin Zeiller: Goch. In: Matthäus Merian (Hrsg.): Topographia Westphaliae (= Topographia Germaniae. Band 8). 1. Auflage. Matthaeus Merian, Frankfurt am Main 1647, S. 28 (Volltext [Wikisource]).
⢠Guido Blietz: Goch von 1900 bis 1939. Sutton Verlag, Erfurt 2006, ISBN 3-86680-017-7.
⢠Marie-Theres DeuĂen: Zur Geschichte der Vertriebenen in Goch (= Schriftenreihe der Stadt Goch, Nr. 5), 1995, ISBN 3-926245-30-1.
⢠Elke DiĂelbeck-Tewes: Frauen in der Kirche. Das Leben der Frauen in den ZisterzienserinnenklĂśstern FĂźrstenberg, Graefentahl und Schledenhorst. Verlag BĂśhlau, KĂśln 1989, ISBN 3-412-17089-5.
⢠Hans-Joachim Koepp: Kelten, Kirche und Kartoffelpßree. Chronologie der 750-jährigen Geschichte der Stadt Goch.
⢠Bd. 1: Von der Vorgeschichte bis zur brandenburgischen Zeit (1614). 2004, ISBN 3-926245-67-0.
⢠Bd. 2: Vom DreiĂigjährigen Krieg bis zur Deutschen Revolution (1615â1846). 2006, ISBN 3-926245-73-5.
⢠Bd. 3: Von der deutschen Revolution bis zur Belgischen Besatzungszeit (1847â1919). 2008, ISBN 978-3-926245-80-9.
⢠Reinhard Schippkus: Aspekte der Geschichte Gochs 1933â1945 (= Schriftenreihe der Stadt Goch. Nr. 4), 1994, ISBN 3-926245-17-4.
Weblinks
Commons
: Goch
â Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Goch
â ReisefĂźhrer
⢠Website der Stadt Goch
⢠Projekt der Gesamtschule Mittelkreis Gegen das Vergessen â NS-Opfer aus Goch und Uedem
⢠van Gogh als Herkunftsname: âaus Gochâ
Einzelnachweise
cite-note-metadaten-einwohnerzahl-de-nw-11. BevĂślkerung der Gemeinden Nordrhein-Westfalens am 31. Dezember 2024 â Fortschreibung des BevĂślkerungsstandes auf Basis des Zensus 2022. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 18. Juni 2025. (Hilfe dazu)
cite-note-22. â Manfred Niemeyer (Hrsg.): Deutsches Ortsnamenbuch. De Gruyter, Berlin 2012, ISBN 978-3-11-018908-7, S. 212.
cite-note-33. â GenWiki: Kanton Goch
cite-note-viebahn97-44. â Johann Georg von Viebahn: Statistik und Topographie des Regierungs-Bezirks DĂźsseldorf. 1836, S. 99, abgerufen am 11. November 2022 (Digitalisat).
cite-note-55. â Seit dem Beschluss des Gocher Stadtrates am 14. Juni 1973 werden die Beerdigungen nicht mehr nach ReligionszugehĂśrigkeit ausgefĂźhrt.
cite-note-66. â Dieser Text stammt aus der Beschreibung des Projekts Gegen das Vergessen der Gesamtschule Mittelkreis wp.ge-mittelkreis.de
cite-note-77. â Felle Strijd om Goch. In: Vrije Stemmen. Dagblad voor Zeeland, 20. Februar 1945, S. 1 (niederländisch).
cite-note-88. â Stadtgeschichte. 20. Jahrhundert. Stadt Goch, abgerufen am 5. September 2025.
cite-note-99. â BGR registriert Erdbeben der Stärke 4,4 nahe der holländischen Grenze bei Goch. In: Bundesanstalt fĂźr Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR). 8. September 2011, abgerufen am 3. Januar 2025.
cite-note-1010. â Martin BĂźnermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, KĂśln 1970, S. 79.
cite-note-1111. â BevĂślkerung aller Gemeinden in Nordrhein-Westfalen ab dem 31. Dezember 1962 jeweils am Jahresende nach dem jetzigen Gebietsstand.
cite-note-1212. â Wahlergebnispräsentation Stadt Goch Ratswahl. 14. September 2025, abgerufen am 30. September 2025.
cite-note-1313. â Stephan Luyven ist neuer BĂźrgermeister der Stadt Goch | Stadt Goch. Abgerufen am 30. September 2025.
cite-note-1414. â Hauptsatzung der Stadt Goch vom 7. Oktober 2019, in der Fassung der Ănderung vom 25. Juni 2021 und 19. Januar 2023. (PDF; 171 KB) Stadt Goch, abgerufen am 22. Mai 2025. Hauptsatzung der Stadt Goch § 2, Absatz 3.
cite-note-1515. â Städtepartnerschaften. Stadt Goch, abgerufen am 22. Mai 2025.
cite-note-1616. â IT NRW: NRW-Kommunen verringerten 2019 ihre Schulden um 1,4r Prozent. In: Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen. 24. Juni 2020, archiviert vom Original am 20. Mai 2021; abgerufen am 5. September 2025.
cite-note-1717. â MĂźnchener Medizinische Wochenschrift. Band 95, Nr. 1, 2. Januar 1953, S. CXXXII.
cite-note-1818. â Michael Baers: Goch: Siemens baut in Tirsan-Halle Waggons. rp-online.de, 5. Januar 2013, abgerufen am 28. November 2015.
cite-note-1919. â Katrin Reinders: Goch: GOFA hat einen neuen "Chef", rp-online.de, 9. Juni 2012, abgerufen am 5. August 2012.
cite-note-2020. â Bartetzko, Daniel, Berkemann, Karin, Deutsches Architekturmuseum, Jovis Verlag GmbH: märklinMODERNE : vom Bau zum Bausatz und zurĂźck = from architecture to assembly kit and back again. Berlin 2018, ISBN 978-3-86859-518-5.